Mein lieber Schüler!

Du weißt, was ein Schüler und ein Lehrer ist, aber ich möchte Dich hier noch einmal erinnern.

Ich bin kein Meister oder Lehrer im Sinne, das ich höher stehen würde als Du. Ich bin nur ein Aspekt von Dir selber, den Du im „Außen“ erfahren darfst. Daher „wählt“ der Lehrer den Schüler (ist der Schüler bereit, ist der Lehrer nicht weit).

(das „wählen“ ist keine Wahl wie es die profane Welt versteht, es ist eine Seelenradiation, die mit einer anderen Seelenradiation in Resonanz tritt. Der Unterschied ist, das der Lehrer seiner Seele gehorcht und die „Wahl“ der Seelen akzeptiert, während der Schüler oftmals an dieser Stelle nur ein vages Gefühl hat. Aber das muß nicht immer so sein, der Schüler kann auch schon so viel Seelenvermögen haben, das er auf seiner Suche seinen Lehrer „erkennt“).

Da Du aber Schüler im ursprünglichen Sinne bist, also nicht wie das heute verstanden wird, in Analogie zu einer Schule in unserem Schulsystem, bin ich als Lehrer auch nur im ursprünglichen Sinne Lehrer. Du erfährst in deinem „außen“ wie ich bin und kannst Rückschlüsse auf Dich selber ziehen. Damit hat der Lehrer eine unglaublich große Verantwortung, so zu leben, wie es im Ursprünglichen Sinne einem spirituellen Lebewesen zugedacht ist, nämlich den „inneren Weg“ tagtäglich zu leben und mit dem eigenen Leben zu „beweisen“.

D.h. ein Lehrer bestimmt NIEMALS, das Leben und Verhalten des Schülers. Der Lehrer läßt gewähren, aber weist durch sein Leben und seine Aussagen auf das „wahre göttliche Leben“ hin.

Er Zeugt davon mit seinem ganzen Sein. Daher ist Lehrer sein, nicht etwas „perfektes“ sondern ebenso ein spiritueller Weg eines Schülers, nur mit anderen Aufgaben!

D.h. solange wir uns in diesem „gefallenen“ Lebensfeld befinden, sind wir alle nur Schüler und zwar Schüler der Ewigkeit. Wir sollten das nie vergessen und den Lehrer NIE auf ein Podest heben. Wir sollten nur schauen was wir in dem Geistesfeld, was der Lehrer durch seine eigene alchymische Arbeit aufruft, selber lernen können. Der Lehrer ist nicht dazu da zu werten, er kann den Schüler also NIEMALS berwerten, wie es Lehrer in unseren heutigen materiellen Schulen tun. Ein anderes Lebewesen zu bewerten oder zu kritisieren ist eine große Sünde. Wir sollten hier Gleichmut lernen!

Es dürfte klar sein, das Bewertungen, Kritik und ähnliches auf all jene zurückfällt, die so handeln. Es ist eine große Überheblichkeit in der die Menschen zur Zeit leben. Natürlich hoffen wir alle auf ein „schönes“ friedvolles Leben, aber wie soll dies eintreten können, solange wir Bewertungs und Kritiksüchtig sind?

Sicherlich müssen wir in diesem materiellen Ausdruck in dem wir leben, und ganz besonders unter Menschen die nicht einmal den geringsten spirituellen Anstand kennen, uns öfter so verhalten, als wenn wir bewerten würden. Eine rundimentäre Art der Bewertung ist in diesem Dasein nicht auszuschließen. Ich meine damit folgendes: Wenn jemand in unsere „privatsphäre“ eindringt und versucht uns an unserer inneren spirituellen Arbeit zu hindern, müssen wir Entscheidungen treffen, das dies aufhört und ggf. nicht mehr geschieht (da wir mit unserem Tagesbewußtsein in einer zeiträumlich lineraren Welt der Täuschung leben). Um diese Dinge erkennen zu können, benötigen wir UNTERSCHEIDUNGSVERMÖGEN. Wir müssen nicht urteilen, aber unterscheiden können. In der Welt der „Zehntausend Dinge“ (chinesische Alchymie), scheint es oft wie Bewertung, wenn wir etwas aufgrund des Unterscheidungsvermögens einschätzen (das dt. Wort ist hier wirklich genial, denn es drückt aus, was es letztlich ist: Eine Schätzung! Wir können NIEMALS „wahr urteilen“ und damit niemals Be-Urteilen, denn wir leben in der Welt des Scheins (alles hier hat nur den Anschein des Wahren! Es wird von der Wahrheit, von dem Licht nur „an-geschienen“. Wir sehen, um es mit Platos Höhlengleichnis zu sagen, nur die Schatten der Wahrheit! SO und zwar GENAUSO verfährt auch das gegenwärtige Weltsystem des Kommerzes und der Juristerei, weil es sich dessen Bewußt ist und NUR auf den Anschein reagiert! Alles beruht auf Anschein und Annahme dieser Schatten!).

So bin auch ich als Dein Lehrer letztlich nur der Anschein Deiner inneren Wahrheit, aber mit dem Unterschied zum jetzigen Weltsystem in dem wir leben, das ich auch einen „wahren“ Kern inne habe. Und diese beiden „Wahrheitskerne“ sind es letztlich um die es geht, NICHT der äußere Schein von allem.

In echter universeller Liebe

Dein Lehrer